Änderungen beim Baukindergeld

Montag, Mai 13, 2019

Ab 17. Mai 2019 ändern sich die Förderbedingungen

Änderungen beim Baukindergeld
Das Baukindergeld ist mittlerweile der Renner unter den Förderprogrammen.
 
Seit Programmstart im September bis zum Jahresende 2018 wurden knapp 56.500 Förderanträge bei der KfW eingereicht. Im ersten Quartal 2019 weiter 26.500 Anträge. Momentan betreffen mit 70 % die meisten Förderanträge den Kauf eines gebrauchten Eigenheims. Da das Baukindergeld erst nach dem Einzug beantragt werden kann, geht die KfW allerdings auch im Neubau von steigenden Antragszahlen aus. Die längere Vorlaufzeit für den Erwerb bzw. die Planungs- und Bauzeit eines neuen Eigenheims ließ bisher verhältnismäßig wenige Anträge im Neubau zu. Zur Steigerung der Neubauanträge soll nun auch die Verlängerung der Antragsfrist beitragen.
 
Bas Baukindergeld wird als Zuschuss gewährt: 1.200 € pro Jahr für jedes Kind unter 18 Jahren über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren hinweg. Insgesamt können Familien so 12.000 € für jedes Kind erhalten. Vorausgesetzt Sie sind mindestens 10 Jahre lang Eigentümer bzw. Miteigentümer der geförderten Wohnimmobilie und nutzen diese als Haupt- oder alleinigen Wohnsitz selbst für ihre Wohnzwecke. 
 

Die aktuellen Änderungen im Überblick: 

  • Verlängerung der Antragsfrist: Nach Einzug in die Wohnimmobilie haben Antragsteller 6 Monate statt bisher 3 Monate Zeit, Ihren Antrag auf Baukindergeld zu stellen.
  • Zudem gibt es Präzisierungen zur Antragsberechtigung und zu den Fördervoraussetzungen. 

Wichtig für die Anzahl der Kinder

Ausschlaggebend für die Höhe des Baukindergeldes ist die Anzahl der Kinder unter 18 Jahren, die bei Antragstellung im Haushalt leben und für die zum Zeitpunkt der Antragstellung die Kindergeldberechtigung vorliegt. Für Kinder, die nach Antragseingang geboren werden bzw. in den Haushalt aufgenommen werden, kann kein Baukindergeld beantragt werden.  
Antragsteller müssen für das im Haushalt lebende minderjährige Kind kindergeldberechtigt sein oder mit dem Kindergeldberechtigten (Ehe- oder Lebenspartner oder Partner aus eheähnlicher Gemeinschaft) in einem Haushalt leben. Jeder Antragsteller wird nur einmal gefördert. Für jedes Kind kann nur einmalig eine Baukindergeldförderung beantragt werden.
 

Wichtig bei Erbschaft oder Schenkung

In den neuen Fördervoraussetzungen wird präzisiert, für welche Form von Wohneigentum das Baukindergeld beantragt werden kann, und wann nicht. So wird der erstmalige Neubau oder Erwerb von Wohneigentum zur Selbstnutzung in Deutschland gefördert. Ist bereits selbstgenutztes, vermietetes, durch Nießbrauch genutztes, unentgeltlich überlassenes oder leerstehendes Wohneigentum zur Dauernutzung in Deutschland vorhanden, ist eine Förderung mit dem Baukindergeld nicht möglich.  Nicht gefördert werden die Übertragung von Wohneigentum im Wege der (vorweggenommenen) Erbfolge, testamentarischen Verfügung oder Schenkung, der Erwerb oder die Eigentumsübertragung zwischen Ehegatten, Lebenspartnern oder Partnern einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft,  der Erwerb oder die Eigentumsübertragung zwischen Verwandten eines Haushaltsmitgliedes in gerader Linie (z.B.: Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern) oder der Erwerb von Wohneigentum, das bereits früher im Eigentum eines Haushaltsmitgliedes stand. 
 
Foto: S-Hofschläger - pixelio.de