BMWi legt neue Förderstrategie vor

Donnerstag, Mai 18, 2017

Umbau der staatlichen Förderprogramme für Bauherren und Modernisierer

Umbau der staatlichen Förderprogramme für Bauherren und Modernisierer

Der nur schwer überschaubare Förderdschungel soll gelichtet werden.

Einfacher, übersichtlicher und einheitlicher soll alles werden. Was das Bundeswirtschaftsministerium genau geplant hat, steht in der nun veröffentlichten „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“. Schrittweise soll die bisherige Förderlandschaft reformiert und komplett umgestellt werden. Das Ganze soll im Zeitraum von 2017 bis 2020 von statten gehen. Bestehende Förderangebote sollen in 4 Förderschwerpunkten zusammengefasst werden. (Energieberatung,  Energieeffiziente Gebäude, Energieeffizienz in Industrie sowie Gewerbe und Wärmeinfrastruktur) 

Bauherren und Modernisierer sollen sich zukünftig auf den einen Förderbereich „Energieeffiziente Gebäude“ konzentrieren. 

Die jetzigen staatlichen KfW- Programme “Energieeffizient Bauen und Sanieren“ und das Marktanreizprogramm, das momentan zum größten Teil beim BAFA liegt, sollen zukünftig im neuen „Förderprogramm für Effizienzmaßnahmen am/im Gebäude und für Wärme aus erneuerbaren Energien“ zusammengeführt werden. Alle Förderungen sollen in Form von Zuschüssen als prozentuale Beteiligung an den Investitionskosten ausgezahlt werden und als modular aufeinander aufbauende Bausteine in nur einem Antrag beantragt werden können.  Alternativ zum Zuschuss soll für alle Förderbereiche eine Kreditförderung möglich sein.

Die größten Schatten wirft die Ankündigung der eingeschränkten Heizungsförderung voraus.

Die Förderung von  Heizkesseln, die ausschließlich auf fossilen Energieträgern basieren, soll 2019 auslaufen. Die geringen Anschaffungskosten und der einfache Einbau machen den Einbau eines neuen Öl- oder Gas-Brennwertkessels besonders beliebt. Im febis-Förderservice wurden bisher über 10.600 Heizungsmodernisierer dabei begleitet, sich die staatlichen Fördergelder zu sichern. Im Schnitt kommen beim Einbau einer Brennwertheizung Zuschüsse in Höhe von 1.300 Euro zusammen. Die Heizungsmodernisierung mit Brennwertgeräten wird auch weiter möglich sein, allerdings nur noch ohne staatliche Förderung. Den Förderbonus gibt es dann für Erneuerbare-Energien-Heizungen wie Wärmepumpen, Holz- und Pelletheizungen. Auch Hybridsysteme aus Anlagen zur Nutzung fossiler Brennstoffe und erneuerbarer Energien, z.B. Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung, sollen weiterhin eine Förderung erhalten.

Kostenlose Förderauskunft

Die aktuellen Fördermöglichkeiten finden Bauherren und Modernisierer jederzeit online und kostenlos unter: www.foerderdata.de/foerdermittel-suche. Und zwar nicht nur die staatlichen Programme, auch die Landesprogramme und lohnende Förderung von der Stadt, der Gemeinde und dem Energieversorger.

Foto: © Sebastian Göbel - pixelio.de