Fördergeld zur Heizungsmodernisierung mitnehmen

Montag, Mai 8, 2017

30 % Zuschuss für Pumpentausch und hydraulischen Abgleich

Fördergeld zur Heizungsmodernisierung mitnehmen

Seit August 2016 können Hauseigentümer zur Optimierung ihrer Heizung Zuschüsse beim BAFA beantragen. Für den Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie für einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems kann ein Zuschuss von 30 % der Nettoinvestitionskosten beantragt werden.

Nach 9 Monaten Programmlaufzeit zieht das BAFA eine erste Bilanz.

Seit Programmstart im August 2016 bis Ende April 2017 haben sich über 86.000 für eine Heizungsförderung registriert. Immerhin über 39.700 haben nach Durchführung ihren Zuschuss-Antrag gestellt.
Damit bleibt die Nachfrage vorerst hinter den Erwartungen zurück. Wenn es nach der Regierung ginge, sollen bis 2020 jährlich bis zu 2 Millionen Pumpen ausgetauscht und 200.000 hydraulische Abgleiche durchgeführt werden. Zurzeit laufen in Deutschland rund 10 Millionen Heizungspumpen, die für das Förderprogramm infrage kommen. Zudem seien nach aktueller Auswertung von Co2online 17,2 Millionen Heizungsanlagen nicht abgeglichen.

Beim Förderantrag kommt es vor allem auf das richtige Timing an.

Die Förderung gibt es bei Ausführung der Arbeiten durch einen Fachbetrieb. Eingebaute Pumpen müssen in der BAFA-Liste der förderfähigen Pumpen aufgeführt sein. Im Zusammenhang mit dem  Hydraulischen Abgleich sind Kosten für beispielsweise voreinstellbare Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler, einen Pufferspeicher oder die Einstellung der Heizkurve zuschussfähig.

Wer die Förderung nutzen will, muss sich vor Maßnahmenbeginn online registrieren. Mit Eingangsbestätigung und Zuteilung einer persönlichen Registriernummer kann die Heizungsoptimierung begonnen und innerhalb von 6 Monaten umgesetzt werden. Nach Fertigstellung und mit Rechnung des Fachbetriebs, kann der Antrag im Online-Portal gestellt werden.

Gut zu wissen: Den Zuschuss können nicht nur Privatpersonen beantragen. Auch Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände, Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften sowie  Unternehmen können den Förderantrag stellen.

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