Förderstopp für Zuschüsse der IB.SH zum Einbruchschutz

Donnerstag, Oktober 18, 2018

Schleswig-Holstein muss Antragsstopp aussprechen

Viele Hauseigentümer im Norden Deutschlands nutzen die letzten Monate dazu, ihr Eigenheim sicherer zu machen und zum Einbruchschutz aufzurüsten - und das mit Zuschüssen der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Seit Neustart des Einbruchschutzprogramms im Juni 2018 wurde das gesamte Förderbudget von einer Millionen Euro aufgebraucht. Damit können aktuell keine Zuschuss-Anträge mehr gestellt werden.

15 % Landeszuschuss – Fortführung des Programms in 2019 ist offen

Wer bereits seinen Förderbescheid in der Tasche hat, kann sich glücklich schätzen. Bereits durch die IB.SH erteilte Zusagen sind nicht vom Antragsstopp betroffen, die dafür erforderlichen Mittel sind für die Auszahlung reserviert. Hauseigentümer mit Förderzusage können ihr Vorhaben wie geplant angehen, sollten die Umsetzung allerdings nicht auf die lange Bank schieben. Nach erfolgreicher Durchführung muss die Auszahlung bis spätestens zum 12.12.2018 bei der IB-SH beantragt werden. Damit kann die reservierte Zuschussförderung von bis zu 15 % der Investitionskosten, maximal 1.500 Euro pro Immobilie ausgezahlt werden. Bezuschusst werden Investitionskosten von mindestens 1.000 Euro bis zu maximal 10.000 Euro je Gebäude.

Das Programm läuft bereits seit 2016 sehr erfolgreich, daher ist eine Förderung im Jahr 2019 möglich, wenn weitere Fördermittel vorgesehen werden. Eine Antragstellung ist allerdings nur vor Maßnahmenbeginn möglich.

20 % bzw. 10 % KfW-Zuschuss ist weiterhin abrufbar

Wer noch 2018 Handlungsbedarf sieht, muss trotzdem nicht leer ausgehen. Denn Zuschüsse werden bundesweit im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss – Einbruchschutz“ ausgezahlt. Bei Maßnahmen zum Einbruch­schutz werden förder­fähige Investitions­kosten von mindestens 500 Euro pro Antrag bis maximal 15.000 Euro pro Wohnung bezuschusst. Die Förderung lohnt sich und muss vor Vorhabenbeginn online im KfW-Zuschussportal beantragt werden. Die ersten 1.000 Euro förderfähige Investitionskosten werden mit 20 % bezuschusst, darüber hinausgehende Investitionskosten mit 10 %. Bis zu 1.600 Euro Zuschuss werden für Maß­nahmen zum Einbruch­schutz in Bestands­gebäuden angerechnet. Förderanträge können auch Mieter stellen. Hier empfiehlt es sich im Vorfeld eine Modernisierungsvereinbarung mit dem Eigentümer zu schließen.

https://www.ib-sh.de/immobilien/immobilien-sanieren-oder-modernisieren/zuschuss-fuer-einbruchschutz/

Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de