Förderung für netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher

Freitag, Dezember 14, 2018

Baden-Württemberg setzt die Landesförderung in geänderter Form fort

Das baden-württembergische Zuschussprogramm für PV-Batteriespeicher geht im Gegensatz zum staatlichen KfW-Speicherprogramm in die Verlängerung. Anträge auf einen Zuschuss können auch in 2019 gestellt werden. Allerdings gibt es auch im Landesprogramm der L-Bank einige Änderungen, die sie kennen sollten.

Veränderte Zuschussbeträge und neue Bonuszahlungen für PV-Anlage und E-Mobil-Ladesäule

Die Förderung wird je kWh nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers gewährt. Diese Zuschussbetrag sinkt bei Antragstellung ab 1.1.2019 um 100 €, was sich auch auf die Förderhöchstgrenzen auswirken wird.

  • PV-Anlagen ≤ 30 kWp werden im neuen Jahr mit 200,- € je kWp (statt bisher 300,- €) bezuschusst. Somit zahlt die L-Bank Förderungen zwischen mindestens 400,- € und maximal 5.000,- € aus.
  • Große PV-Anlagen > 30 kWp werden ab Januar 2019 mit 300,- € je kWp (statt bisher 400,- €) bezuschusst. Die L-Bank zahlt hier zukünftig Zuschüsse zwischen mindestens 5.000,- € und maximal 45.000,- € aus.
  • Für einen netzdienlichen/lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkt wird künftig ein Bonus von 500,- € gewährt.
  • Photovoltaik-Anlagen zwischen 10 und 14 kWp installierter Nennleistung werden zusätzlich mit 400,- € gefördert.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Fördervoraussetzung für Vorhaben mit PV-Anlagen mit einer installierten Nennleistung bis 10 kWp wird sein, dass der PV-Speicher über ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem verfügt. Der bisherige Bonus für prognosebasierte Batteriemanagementsysteme wird damit entfallen.
  • Das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss mindestens 1,2 kWp je 1 kWh betragen. Beim Mindestinstallationsverhältnis erfolgt künftig eine Förderung bis zu diesem Faktor 1,2. Der Einbau eines größeren Speichers ist somit erlaubt. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird allerdings nicht gefördert.
  • Auch Landwirte können diese Förderung ab 2019 nutzen. Darunter fallen insbesondere Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind.

Antragsberechtig sind im Übrigen private Hauseigentümer genauso wie KMU und Unternehmen sowie Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände oder sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts.
Wer das Programm nutzen will, muss seinen Förderantrag unbedingt im Vorfeld stellen. Denn die Zuschüsse werden nur dann bewilligt, wenn mit dem Vorhaben zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen worden ist. Das ist bereits der Fall, sobald dafür entsprechende Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen worden sind.

foerderdata-Tipp: Lassen Sie sich vom umfangreichen Online-Formular der L-Bank nicht entmutigen.
Haben Sie die geforderten Daten gerade nicht zur Hand oder dauert der Antrag länger als gedacht? Speichern Sie die bereits ausgefüllten Daten ab und setzen Sie die Eingabe zum späteren Zeitpunkt fort.

www.l-bank.de

Foto: Lupo - pixelio.de