Hamburg zahlt Zuschuss fürs Gründach

Donnerstag, August 11, 2016

Aktueller Stand der Hamburger Gründachförderung

Senator Jens Kerstan im Dachgarten des Streit's Hauses am Jungfernstieg

Insgesamt sind in Hamburg rund 6.300 Dächer mit einer Fläche von 124 Hektar (1.25 Mill m²) begrünt. Neustes Mitglied der Hamburger Gründach-Familie: Das Streit´s-Haus am Jungfernstieg mit seinem 500 m² großem Dachgarten mit einer artenreichen Grünfläche, einem großen Holzdeck und gemütlichen Bänken. 

Und Hamburg will mehr davon: 

Ziel der Umweltbehörde ist es, bis 2020 180 Hektar begrünte Dachflächen zu erreichen. Würde man alle 2.800 Hektar Flachdächer Hamburgs begrünen, wären 42 % der Gesamtdachfläche grün.

Und das lässt sich die Stadt auch was kosten. 

Für ein Förderprogramm zur Dachbegrünung stellt die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) bis 2019 insgesamt 3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Zuschüsse von 30 % bis maximal 60 % der Herstellungskosten können sowohl private Hauseigentümer als auch Unternehmen zur Aufrüstung von Gründächern auf Wohn- und Nichtwohngebäuden nutzen. Gefördert werden Dachbegrünungen, die freiwillig durchgeführt werden, d.h. sie dürfen nicht auf baurechtlichen Vorschriften beruhen.

  • ŸŸŸŸGrundförderung von 14,- €/m²
  • Erhöhung der Grundförderung um 15 % für Maßnahmen in der Inneren Stadt und im Innenbereich von Bergedorf 
  • Erhöhung der Grundförderung u. a. bei:
    Kombination mit Solarmodulen, Dach mit Garten, erhöhter Abflussverzögerung
  • maximale Förderhöhe von 50.000 Euro je Gebäude 

Gründächer passen die Stadt an den Klimawandel an

Die Bedeutung von Gründächer wird gerade in diesem Sommer sichtbar. Im immer dichter bebauten Stadtgebiet kann immer weniger Wasser versickern. Gründächer halten Regenwasser nach Wolkenbrüchen und Gewittern zurück, das Wasser kann so  langsamer abfließen und zeitlich verzögert in die Regensiele gelangen. Das vermindert die Überlastung des Abwassersystems und ist somit eine wichtige Maßnahme in der Anpassung an den Klimawandel mit seinen zunehmenden Starkregenereignissen.

www.hamburg.de/gruendach-foerdern

Foto: © Behörde für Umwelt und Energie