Köln setzt Zuschuss-Programm zur Altbausanierung auf

Montag, Oktober 15, 2018

"Altbausanierung und Energieeffizienz - klimafreundliches Wohnen"

Köln fördert klimafreundliches Wohnen, Altbausanierung und Energieeffizienz

Für 35 % des Energieverbrauches in Köln sind private Haushalte verantwortlich. Auf den Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistung entfallen weitere 21 %. Grund genug für die Rheinmetropole mit einem neuen stadteigenen Programm Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung im Sinne des Klimaschutzes zu fördern und so den Energieverbrauch und die lokalen Emissionen zu reduzieren.

Mit den verfügbaren städtischen Mitteln möchte die Stadt möglichst große Klimaschutzeffekte erreichen. Die Zuschüsse dienen als Anstoß für wesentliche eigene Bemühungen der Kölner, wünschenswerte Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes durchzuführen. Anträge können Eigentümer und WEG, Betreiber von Heizanlagen und gemeinnützige Organisationen sowie Kirchen stellen.

Die Stadt Köln fördert mit ihrem Programm neben der Energieberatung konkrete Sanierungsmaßnahmen in privaten Gebäuden zu Wohnzwecken, sowie gemischt genutzten Gebäuden mit Gewerbe- und Wohneinheiten innerhalb des Stadtgebietes. Mit der Förderung sind zum Teil auch der Einsatz umweltfreundlicher und nachhaltiger Materialien / Baustoffe verbunden, die zur höheren Förderung oder bei Nicht-Verwenden auch zum Ausschluss führen können.

Zuschüsse zur Wärmedämmung von Außenwänden, Dächern, Flachdächern, obersten Geschoss- und Kellerdecken   

  • Dämmmaterialien 15 €/m³
  • Umweltfreundliche Dämmmaterialien 30 €/m³
  • maximal 50 % der Gesamtkosten

Zuschüsse für Fenster

  • bei der Verwendung von Holz aus Deutschland bzw. PP und PE-Fenster 100 €/m² Fensterfläche
  • bei der Verwendung von Holz außerhalb Deutschlands, PVC und PU-gedämmten Fenstern reduziert sich die Fördersumme auf 50 €/m²
  • maximal 50 % der Gesamtkosten

Zuschüsse zur Optimierung von Heizungsanlagen   

  • 100 % der Gesamtkosten für den Austausch von Thermostatventilen und Thermostatköpfen in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage
  • 50 % der Gesamtkosten als Zuschuss für den hydraulischen Abgleich
  • 50 % der Bruttokosten für den Austausch von Heizungsumwälzpumpen einer Heizungszentrale
  • 150 € Zuschuss für den Austausch hydraulischer Durchlauferhitzer gegen elektronische

Zuschuss für Thermische Solaranlagen / PV-Anlagen

  • Flachkollektoren 200 €/m²
  • Röhrenkollektoren (Bruttokollektorfläche) 250 €/m²
  • maximal 50 % der Gesamtkosten
  • PV-Anlage bis 30 kWp 150 € / kWp

Leistungsabhängig gestaffelte Zuschüsse für Heizanlagen, z. B.

  • Blockheizkraftwerk (BHKW) bis 4 kWel 1.500 € pro kWel
  • Holzpellet-Feuerung für Zentralheizungsanlag bis 20 kW 2.000 €
  • Erdwärmepumpen bis 10 KW 2.000 €

Zuschüsse gibt es auch für den Neuanschluss ans Fernwärmenetz, für die Sanierung mit Passivhauskomponenten oder den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Zuschüsse müssen vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen am Haus Beantragt werden. Mit Bewilligungsbescheid können die Maßnahmen innerhalb von 12 Monaten umgesetzt und die Auszahlung der Zuschüsse beantragt werden.

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