Meldeverfahren für Stromspeicher vereinfacht

Donnerstag, Januar 18, 2018

Tilgungszuschuss wird erst nach Registrierung im Monitoring-Portal ausgezahlt

Handwerker installiert PV-Anlage

Die staatliche Speicherförderung der KfW läuft noch bis zum Programmende am 31.12.2018. 

Wer zur Finanzierung seiner PV-Anlage mit Batteriespeicher den zinsgünstigen KfW-Förderkredit im Programm Erneuerbare Energien - Speicher nutzt, kann mit einem Tilgungszuschuss von 10 % der Kosten des Batteriespeichers rechnen.

Die Verrechnung des Tilgungszuschusses muss nach Inbetriebnahme des Batteriespeichers bei der Hausbank angefordert werden, spätestens 6 Monate nach Vollauszahlung der Darlehensmittel und spätestens 18 Monate nach der Kreditzusage. Dazu ist die so genannte „Anforderung der Verrechnung des Tilgungszuschusses“ zusammen mit der Rechnung, der Herstellererklärung und der Fachunternehmererklärung oder dem Photovoltaik-Speicherpass einzureichen. Ebenfalls muss für die KfW-Förderung die Registrierung des Antragstellers auf dem Monitoring-Portal www.speichermonitoring.de nachgewiesen werden. Im Rahmen des Programmes ist die Teilnahme am wissenschaftlichen Monitoringprogramm für alle geförderten Anlagenbetreiber Pflicht und Fördervoraussetzung. Das Monitoring erfasst die wichtigsten Anlagen- und Betriebsdaten der geförderten Solarstromspeicher und wertet diese anonymisiert aus.

Meldung des PV-Speichers bei der Bundesnetzagentur

Stromspeicher werden gemäß Marktstammdatenregisterverordnung (§ 5 Absatz 1 MaStRV) als Erzeugungsanlagen erfasst. Bis zum Start des MaStR-Webportals sind alle PV-Speicher die nach dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden, zu registrieren. Bis Ende 2017 war diese formale Anmeldung das reinste Geduldsspiel. Denn das dazu auszufüllende "Formular zur Meldung von Erneuerbare-Energie-Anlagen“ umfasste stattliche 17 Seiten. Folge: Viele scheuten die Anmeldung und schoben ihre Registrierung erst einmal auf. Das soll sich nun ändern. Die deutsche Bundesnetzagentur hat auf die schleppende Registrierung von Stromspeichern mit einem neuen, vereinfachten Meldeformular reagiert. Das neue Meldeblatt kommt nun mit nur 3 Seiten aus. Abgefragt werden lediglich Angaben zum Betreiber, dem Standort des Speichers, Akkutechnik sowie Leistung und Kapazität des Speichers. 

Spätestens Mitte 2018 soll dann das digitale Marktstammdatenregister in Betrieb sein, so dass Betreiber ihre Stromspeicher dann ausschließlich digital melden werden. Nach dem Start des MaStR-Webportals müssen sich alle Betreiber von bestehenden (und neuen) Anlagen im Webportal bis zum 30. Juni 2019 im MaStR erneut registrieren und die Eintragungen zu ihren Anlagen prüfen und erforderlichenfalls korrigieren und ergänzen. Dies gilt auch für bereits bei der Bundesnetzagentur registrierte Anlagenbetreiber und ihre Anlagen. 

Mehr Infos zum Formular zur Registrierung von Batteriespeichern sowie Erläuterungen dazu unter:
www.bundesnetzagentur.de

Foto: © Klaus-Uwe Gerhardt - pixelio.de