Mit Zuschuss zur Brennstoffzelle

Montag, April 29, 2019

Über 750 Brennstoffzellen-Förderungen

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle

Seit 2016 fördert die KfW den Einbau innovativer Brennstoffzellen in Gebäuden im Rahmen des Förderprogramms "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle".

Das Programm unterstützt die Markteinführung der Brennstoffzellentechnologie zur Wärme- und Stromversorgung von neuen und bestehenden Wohn-und Nichtwohngebäuden. Bis Ende 2018 wurde der Investitionszuschuss für insgesamt über 5.500 Geräte beantragt, davon ca. 80 % für den Einbau einer Brennstoffzelle im Wohnungsbestand.
Im Vergleich zu den anderen KfW-Förderungen zur Heizungsmodernisierung sind die Antragszahlen noch gering. So wurden allein in 2018 Förderanträge für über 47.000 KfW-Heizungspakete und knapp 30.000 Anträge für den Einbau von Gas-Brennwertkesseln als KfW-Einzelmaßnahme gestellt. Für 2019 wird auch im Förderschwerpunkt Brennstoffzellenheizung mit einem Anstieg der Förderkurve gerechnet. Dies liegt neben dem Einstieg weiterer Heizungshersteller in den Brennstoffzellenmarkt auch an einer inzwischen etablierten Vertriebs- und Beratungsstruktur.

Vorteile von Brennstoffzellen

Brennstoffzellen können als stationäre KWK-Anlagen im Heizungskeller eingesetzt, die Grundlasten für Heizung und Strom abdecken und die Eigenverbrauchsquote im Haushalt bzw. im Kleinbetrieb deutlich steigern. Brennstoffzellen-Systeme verfügen über einen besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad, sind leise, wartungsarm und ermöglichen CO2-Einsparungen von 50 % gegenüber herkömmlichen Heizsystemen. Sollte die Wärme aus dem Brennstoffzellenmodul in Spitzenzeiten nicht ausreicht, schaltet sich ein im System integriertes oder beigestelltes Gas-Brennwertgerät automatisch zu. Interessant ist die Brennstoffzelle auch für Contractingmodelle, z.B. durch Stadtwerke. Die Brennstoffzelle muss dann nicht selbst gekauft und in einem Betrag gezahlt werden, sondern wird mit Festlegung einer festen Miete im eigenen Keller installiert und durch den so genannten Contracting-Geber betrieben.

Über 750 Brennstoffzellen-Förderungen

Programme zur Investitionsförderung von Brennstoffzellen werden schon länger aufgelegt. Mit Förderbonus sollen die vorhandenen Mehrkosten der innovativen Technik für die Anlagenbetreiber deutlich reduziert werden. In Deutschland gibt es ca. 750 Förderungen, über 90 % davon sind Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Förderungen kommen nicht nur von Bund und Ländern, über 300 Städte und Gemeinden sowie über 300 Energieversorger haben Brennstoffzellen-Förderungen aufgelegt. Welche Förderung es in Ihrer Nähe gibt, können Sie schnell und einfach per Online-Förderauskunft herausfinden.

Mindestens 7.050 € KfW-Zuschuss

Das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle" kann bundesweit genutzt werden. Das Zuschussprogramm fördert Anlagen der Leistungs­klassen von 0,25 bis 5,0 kW, abhängig von der elektrischen Leistung beträgt die Zuschuss­höhe zwischen 7.050 und 28.200 €. Anträge können Privatpersonen, Wohnungs­eigen­tümer­gemein­schaften, freiberuflich Tätige, In- und ausländische Unternehmen, Contracting-Geber, Kommunen und kommunale Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und Kirchen für selbstgenutzte oder vermietete Wohn- oder Nichtwohngebäude stellen.
Der Förderantrag muss unbedingt vor Beginn des Einbaus und vor Abschluss des Lieferungs- und Leistungsvertrags der Brennstoffzellenheizung erfolgen. Planungs- und Beratungsleistungen einschließlich der Beauftragung des Energieeffizienz-Experten im Vorfeld sind nicht förderschädlich.

Mit FördermittelService zum Zuschuss

Wer die Anschaffung einer Brennstoffzellen-Heizung plant, kann den FördermittelService "stromerzeugende Heizung" sowie den BetreiberService nutzen, um sich die Zuschüsse zu sichern. Fördergeld-Experten kümmern sich für Sie um alle notwendigen Unterlagen zum Förderantrag und geben hilfreiche Tipps, was bei der Antragstellung und beim Einbau zu beachten ist. Nach Inbetriebnahme kann der Verwendungsnachweis zur problemlosen Auszahlung der Fördergelder beim FördermittelService angefordert werden. Der BetreiberService kann zusätzlich genutzt werden und übernimmt für Sie die Koordination der notwendigen Meldungen, Anmeldungen und Anträge, beispielsweise die Anmeldung beim Stromnetzbetreiber, die Beantragung des KWK-Zuschlages beim BAFA oder der Energiesteuerrückerstattung.

Foto: ©PhotoSG - stock.adobe.com