Clevere Kombination für mehr Klimaschutz

Mittwoch, April 24, 2019

Öl-PV-Systeme: Kostengünstig und wirksam wie Erdgas-Brennstoffzelle

Eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach kann nicht nur die Stromrechnung reduzieren, sondern auch die Wärmeversorgung unterstützen.

Brennwerttechnik in Kombination mit Photovoltaik (PV)-Anlage bietet als effizientes Hybridsysteme erhebliches Potenzial

„Innovationen sind wichtig für die Energiewende. Genauso wichtig ist es aber auch, bereits vorhandene und bewährte Technologie sinnvoll zu kombinieren und zum Einsatz zu bringen. Hier besteht noch ein gewaltiges Potenzial für Effizienzgewinne und zur Treibhausgasminderung, das es zu heben gilt“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Hybridheizungen, die die Wärmeversorgung auf mindestens zwei Säulen stellen und dabei möglichst viel erneuerbare Energie einbinden, gibt es schon lange. Noch weniger bekannt ist allerdings die Möglichkeit, Strom- und Wärmeversorgung in Wohngebäuden intelligent zu verbinden. Dabei kann eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach nicht nur die Stromrechnung reduzieren, sondern auch die Wärmeversorgung unterstützen.
Eine kürzlich erfolgte, repräsentative Civey-Befragung im Auftrag des IWO zeigt, dass die intelligente Verknüpfung von Wärme- und Stromversorgung mittels hybriden Energieversorgungslösungen auf großes Interesse stößt. Demnach sind 76 % aller Hauseigentümer in Deutschland grundsätzlich bereit, in eine Solarstromanlage auf dem eigenen Dach zu investieren, die zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt werden kann.

Öl-PV-Systeme: Kostengünstiger und genauso wirksam wie Erdgas-Brennstoffzelle

Untersuchungen des IWO für ein beispielhaft gewähltes Einfamilienhaus zeigen: Wollen Eigentümer ihren Bestandsbau mit einer alten Ölheizung energetisch modernisieren, so ist nach Berücksichtigung staatlicher Fördermittel der Einbau einer Energieversorgungslösung mit Öl-Brennwerttechnik, PV-Anlage und solarstrombetriebener Warmwasser-Wärmepumpe mit Kosten von circa 22.000 Euro etwas günstiger als der Einbau eines Systems mit Erdgas-Brennstoffzelle (circa 24.000 Euro). Um Kosten und Treibhausgasminderungen verschiedener Systeme vergleichen zu können, ist es erforderlich, neben der Wärme- auch die komplette Stromversorgung eines Hauses zu betrachten. Legt man bei der Berechnung von Stromeigennutzung und Netzeinspeisung jeweils die gleiche Methode zugrunde, senken beide Lösungen die Treibhausgasemissionen von Strom- und Wärmeversorgung des Gebäudes um gut 50 Prozent. Bei den verbrauchs- und betriebsgebundenen Kosten schneidet die Öl-PV-Lösung mit rund 2.200 Euro im Jahr besser ab als die Erdgas-Brennstoffzellen-Variante mit etwa 2.800 Euro per anno. Im Vergleich mit einer monovalenten Strom-Wärmepumpe liegt das Öl-PV-Hybridsystem, bei etwa gleichen Investitionskosten, im Hinblick auf Treibhausgasminderungen und laufenden Kosten vorn. Die Strom-Wärmepumpe kommt in dem mit Heizkörpern ausgestatteten Bestandsgebäude auf verbrauchs- und betriebsbedingte Kosten von rund 3.400 Euro im Jahr.

Aktion „Besser flüssig bleiben" mit Gratis-Fördermittel-Service für neue Öl-Brennwertheizung 

Momentan können Heizungsmodernisierer beim Einbau einer neuen Öl-Brennwertheizung vom Gratis-Fördermittel-Service der Aktion „Besser flüssig bleiben" profitieren.
Experten beraten kostenlos zu Fördermöglichkeiten (Förder-Hotline 06190 / 9263-435), übernehmen sowohl die Suche nach den passenden Fördertöpfen von Bund, Ländern und Kommunen als auch die Vorbereitungen aller Formalitäten zur problemlosen Beantragung der staatlichen Fördergelder bei KfW und BAFA.

www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/besser-fluessig-bleiben

Foto: IWO