Förderprogramm Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg wird eingestellt

Freitag, Oktober 26, 2018

Sanierungsplan BW wird nur noch bis Ende 2018 bezuschusst

Seit nunmehr rund drei Jahren fördert das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die Erstellung von gebäudeindividuellen energetischen Sanierungsfahrplänen für Wohngebäude. Da nun auch der Bund den sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) bezuschusst, wird das Förderprogramm „Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg“ zum Ende dieses Jahres eingestellt.

Anträge auf Zuschüsse für Sanierungsfahrpläne nimmt die L-Bank bis 31. Dezember entgegen. Die Abrechnung ist auch noch in 2019 möglich. Der Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg als solcher wird durch die Einstellung der Landesförderung nicht tangiert. Minister Franz Untersteller betonte: „Der Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg stellt auch weiterhin für Wohngebäude eine Option zur teilweisen Erfüllung der Anforderungen nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes dar.“ Eine Energieberatung für Wohngebäude im Sinne des Bundesförderprogramms werde als gleichwertig anerkannt.

Individueller Sanierungsfahrplan wird bundesweit bezuschusst

Seit Dezember 2017 ist der individuelle Sanierungsfahrplan Bestandteil der BAFA Förderung „Energieberatung vor Ort" auch Vor-Ort-Beratung genannt. Das baden-württembergische Pendant war Vorbild für die Entwicklung des bundesweit gültigen individuellen Sanierungsfahrplans. „Dieser ist als erster Baustein einer energetischen Gebäudesanierung eine unverzichtbare Planungsgrundlage“, betont Untersteller.

Der Zuschuss in Höhe von 60% des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten, kann der Energieberater im Rahmen seiner Beratungsleistung für Hauseigentümer beim BAFA beantragen.

Hauseigentümer können die Energieberatung gezielt beauftragen. Entweder nimmt der Berater das Haus für eine Gesamtsanierung zu einem KfW-Effizienzhaus in einem Zuge unter die Lupe, oder er stellt einen Langzeitplan auf, wie das Gebäude Schritt-für-Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert werden kann. In beiden Fällen kann der Energieberater die Maßnahmen in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) darstellen, der in Design und Struktur standardisiert ist und die empfohlenen Sanierungsmaßnahmen übersichtlich darstellt.

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