Zuschuss für Brennstoffzellen ausgeweitet

Mittwoch, Juli 5, 2017

KfW öffnet ihr Zuschuss-Programm für Nichtwohngebäude und Unternehmen

KfW-Logo wirbt für die Förderung von Brennstoffzellen

Die Entscheidung für eine innovative Brennstoffzellenheizung wird bezuschusst – und zwar von der KfW. Bisher konnten nur private Hauseigentümer und Bauherren vom Investitionszuschuss profitieren. Das Programm steht nun seit  3. Juli 2017 auch gewerblichen und kommunalen Unternehmen offen. Dazu wurde die Förderung auf Nichtwohngebäude ausgeweitet.

Bis zu 40 % Zuschuss

Den Zuschuss gibt es für den Einbau von stationären Brennstoffzellensystemen mit einer Leistung von 0,25 kW bis 5 kW in Wohngebäuden - und neu - nun auch in Nichtwohngebäuden und zwar sowohl im Neubau als auch bei einer energetischen Sanierung.
Neben private Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften sind nun auch Freiberufler, Unternehmen, Contracting-Geber, Kommunen, kommunale Unternehmen und Zweckverbände sowie gemeinnützige Organisationen und Kirchen antragsberechtigt.

Der mögliche Zuschuss beträgt  bis zu 40 % der förderfähigen Kosten und richtet sich nach der elektrischen Leistung der Brennstoffzellenheizung. Die Basisförderung von 5.700 € wird je 100 Watt um weitere 450 € aufgestockt. Bei einer maximal 40-prozentigen Förderung ohne Abzug weiterer Beihilfen entspricht das einem Zuschuss von mindestens 7.050 € für ein Heizsystem mit 0,25 kW Leistung und maximal bis zu 28.200 € für eine 5 kW starke Anlage.    

Wie in jedem KfW-Programm gibt es einiges zu beachten.

So kann der Förderantrag nur vor Bestellung und Abschluss eines Lieferung- und Leistungsvertrag und unter Beauftragung eines KfW-gelisteten Energieberaters erfolgen. Der muss zusammen mit dem Fachhandwerker unter anderem sicherstellen, dass die  Brennstoffzellenheizung  optimal in die  Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes eingebunden wird. Nach Inbetriebnahme und über den Betrieb von 10 Jahren hinweg, gibt das Programm Effizienz-Anforderungen und einzuhaltende Wirkungsgrade vor.  Mit Inbetriebnahme ist ein Hydraulischer Abgleich, mindestens nach Verfahren A durchzuführen und ein Vollwartungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 10 Jahren abzuschließen.

Stromvergütung ja, Einspeisevergütung nein

Ob es zusätzliche Förderungen vom Land, der kommune oder einem Energieversorger gibt, kann über eine kostenlose Förderauskunft in Erfahrung gebracht werden. Private Bauherren und Hauseigentümer können den Förderservice nutzen. Der unterstützt dabei, mit geringem Aufwand die maximalen Zuschüsse zu beantragen. Neben dem Investitionszuschuss kann zusätzlich eine Stromvergütung beim BAFA beantragt werden. Betreiber von KWK-Anlagen, wozu auch Brennstoffzellen-Systeme zählen, erhalten nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zeitlich befristet die Stromvergütung in Form von Zuschlagszahlungen. Voraussetzung für diese zusätzliche Förderung ist die Zulassung der Anlage durch das BAFA.
Eine Einspeisevergütung durch den Energieversorger ist für geförderte Brennstoffzellen in diesem Programm allerdings ausgeschlossen.

Mehr zum Programm: www.kfw.de/
Online-Förderauskunft: http://foerderdata.de/foerdermittel-suche
Förderservice Heizungsmodernisierung: http://foerderdata.de/heizung/foerderservice-heizung/angebot
Energieberater finden: www.energie-effizienz-experten.de  www.den-ev.de

 

 

 

 

 

 

 

Foto: © KfW - Stephan Sperl