Zuschussantrag beim BAFA künftig vor Umsetzung der Maßnahme

Montag, August 21, 2017

Ab dem 1. Januar 2018 können Förderanträge nicht mehr nachträglich gestellt werden

Zuschussantrag beim BAFA künftig vor Umsetzung der Maßnahme

BAFA kündigt grundlegende Änderung im Antragsverfahren an.

Bisher konnten private Hauseigentümer die Anträge für ihren Zuschuss vom BAFA in der Regel noch nach Installation ihrer Solaranlage, ihrer neuen Wärmepumpe oder des neuen Pelletkessels stellen. Das soll sich zum Jahresbeginn 2018 ändern. Dann gilt auch für die BAFA-Zuschüsse im Marktanreizprogramm: Antragstellung vor Umsetzung der Maßnahme. Die bisherige Antragstellung nach Durchführung wird mit Jahreswechsel durch die Neuregelung gestrichen. Lediglich Antragsteller die ihre Heizung bis zum 31.12.2017 in Betrieb nehmen, können die Förderung noch nachträglich beantragen. Wer ab dem 1.1.2018 vorzeitig mit den Installationsarbeiten beginnt, verspielt seine Förderung leichtfertig.

Was genau ist mit Umsetzung der Maßnahme gemeint?

Unter „Umsetzung der Maßnahme“ ist ein Vertragsschluss mit dem Installateur, dessen Beauftragung oder auch der Abschluss eines Vertrags mit einem Contracting-Unternehmen zu verstehen. Vertragliche Vereinbarungen dürfen zukünftig generell erst getroffen werden, wenn der Antrag gestellt und beim BAFA eingegangen ist. Das heißt: Das Angebot vom Fachhandwerker kann im Vorfeld eingeholt werden, mit dem Auftrag heißt es aber abwarten, bis die Beantragung der Fördergelder beim BAFA durch ist.

Wer ist betroffen?

Die Neuregelung betrifft besonders private Antragsteller der Basisförderung und somit mehr als die Hälfte der jährlich eingehenden Förderanträge. Für andere Antragsteller, etwa Unternehmen, und auch für die höhere Innovationsförderung galt schon immer die Antragstellung vor Baubeginn. Das neue Antrags-Prozedere im Marktanreizprogramm (kurz MAP) ist ein erster Schritt der neuen Förderstrategie des BMWi. Alle BAFA- und KfW-Förderungen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien sollen vereinheitlicht werden. Ziel der Regierung: Den deutschen Förderdschungel lichten, damit mehr Fördergelder abgerufen und genutzt werden.
 

Ist der vorherige Antrag wirklich einfacher?

Schaut man sich die Zahlen der eingebauten Heizungen und der gestellten Förderanträge genauer an, ist gerade die Förderquote der nun betroffenen Heizungen besonders hoch. In 2016 wurden immerhin Förderanträge für 87 % der verbauten Pelletheizungen gestellt, außerdem wurden 33 % der installierten Solarthermieanlagen und 23 % der eingebauten Wärmepumpen vom BAFA gefördert. Dem gegenüber stehen nur 6 % geförderte Gas- und 15 % Öl-Brennwertheizungen.
Neben den hohen Effizienzanforderungen der KfW-Förderung spielt sicherlich die Antragstellung eine wichtige Rolle. Den Förderantrag vor Umsetzung der Maßnahme zu stellen, sehen viele als zusätzliche Hürde. Sich neben der Planung, Beratung und Kalkulation der Investition noch um Fördergelder zu kümmern, kostet Zeit und Aufwand, die weder Hauseigentümer noch Handwerker haben.

Förderservice nimmt Antragstellung ab

Heizungshersteller und deren Fachhandwerker helfen Kunden für ihre Heizungsmodernisierung auch die bestmögliche Förderung zu nutzen. Versierte Fördergeldberater prüfen vor Baubeginn, ob ein Angebot überhaupt förderfähig ist, und berechnen die maximal mögliche Fördersumme aus staatlichen Förderprogrammen und weiteren Zuschüssen vom Land, der Kommune oder dem Energieversorger. Der BAFA-Förderantrag wird vorausgefüllt und zur Unterschrift vorbereitet. Für eine KfW geförderte Heizungsmodernisierung erstellen KfW-zertifizierte Sachverständige die erforderlichen Bestätigungen zum Antrag und nach Durchführung. Auf Wunsch übernimmt der Förderservice auch komplett den Antrag im KfW-Zuschussportal.
Der Förderservice hat bereits die Förderung für über 13.000 eingebaute Heizungen beantragt. Das Angebot kann über die Heizungshersteller, deren Fachhandwerker oder direkt über foerderdata.de angefordert werden. Erste Informationen inklusive der Vorabprüfung zu den wichtigsten Fördervoraussetzungen und KO-Kriterien gibt die Förderhotline 06190 – 92 63 – 433 kostenlos.

Foto: © helensouzacom - pixelio.de