20 Jahre Marktanreizprogramm

Montag, September 2, 2019

Zuschüsse für Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien

20 Jahre Marktanreizprogramm

Seit mittlerweile 20 Jahren fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien im Auftrag der Bundesregierung. Am 1. September 1999 trat die erste Förderrichtlinie in Kraft. Seitdem wurden über das Marktanreizprogramm (MAP) mehr als 1,8 Millionen Anlagen mit einem Fördervolumen von rund 3 Milliarden Euro finanziell unterstützt und Investitionen von mehr als 23,7 Milliarden Euro ausgelöst.

Gefördert werden die Nutzung von Wärme aus Solarkollektoranlagen, Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse (Holz, Pellet) und effiziente Wärmepumpen. Daneben vergibt das BAFA Zuschüsse für besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie die nachträgliche Optimierung bereits geförderter Anlagen. Allein 40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs entfallen derzeit auf Heizung und Warmwasser.  Die Bundesregierung möchte den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt weiter ausbauen. Dazu ist die MAP-Förderung ein zentraler Baustein.

Wie hoch ist der Beitrag zum Klimaschutz?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt für das Förderprogramm jährlich dreistellige Millionenbeträge zur Verfügung. Wieviel CO2 durch die geförderten Anlagen eingespart wird, zeigt eine Beispielrechnung. Im Jahr 2017 konnten nach Berechnung des BAFA durch MAP-geförderte Projekte insgesamt 313.446 Tonnen von CO2eq-Emissionen vermieden werden. Dies entspricht dem Ausstoß, den rund 470.000 Passagiere bei einem Flug von Düsseldorf nach Mallorca verursachen.

Welche Zuschüsse sind 2019 beliebt?

Im 1. Halbjahr 2019 liegt die Förderung von Wärmepumpen vorn. Bis Ende Juni wurden 14.289 Zuschussanträge gestellt. Die Förderung wurde auch für 12.504 Biomasseanlagen und für 8.737 Solarkollektoranlagen beantragt. Die Förderung steht nicht nur privaten Hauseigentümer, sondern auch beispielsweise Unternehmen oder Kommunen offen.

Der Förderantrag lohnt sich!

Wer Zeit und Aufwand scheut, kann den Förderservice Heizungsmodernisierung vom Fördermitteldienstleister febis nutzen und sich die nötigen Formalitäten zur Antragstellung und zum Abruf der Förderung abnehmen lassen. Die Förderhotline 06190 / 92 63 – 433 berät kostenlos zu den wichtigsten Fördervoraussetzungen und Ausschlusskriterien.

BAFA-Informationsbroschüre zum 20-jährigen Jubiläums

Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de