Baukindergeld soll bis September 2018 stehen

Mittwoch, Mai 9, 2018

Baukindergeld soll rückwirkend ab 1. Januar 2018 ausgezahlt werden

Familien, die ein Eigenheim kaufen oder bauen, sollen einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.200 € pro Kind bekommen.

Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD klar positioniert: Wohnen in Deutschland soll wieder bezahlbar werden. Der Neubau von 1,5 Mio. neuer Wohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser, die Verschärfung der Mietpreisbremse - ganz weit oben auf der Prioritätenliste steht das Baukindergeld. Jungen Familien soll das Baukindergeld erleichtern, Wohneigentum zu kaufen oder zu bauen. Bis spätestens September 2018 soll das entsprechende Gesetz verabschiedet werden, laut CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt wird der Förderzuschuss dann rückwirkend ab 1. Januar 2018 ausgezahlt.

Förderung: Über 10 Jahre hinweg 1.200 € pro Kind

Familien, die ein Eigenheim kaufen oder bauen, sollen einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.200 € pro Kind bekommen. Der Zuschuss wird maximal 10 Jahre lang ausgezahlt, der höchstmögliche Förderbetrag liegt bei 12.000 € je Kind. Eine Familie mit einem Kind könnte somit 12.000 € Baukindergeld erhalten, eine Familie mit drei Kindern 36.000 €. Das Bundesfinanzministerium rechnet damit, dass über 200.000 Familien davon profitieren könnten, innerhalb von 10 Jahren könnte das Baukindergeld Regierung und Steuerzahlern so über 22 Mrd. € kosten.

Wer bekommt die Förderung?

Grundsätzlich sollen Familien, die Wohneigentum im Bundesgebiet bauen oder kaufen, Anspruch auf Baukindergeld haben.

  • Der Zuschuss wird nur für den Ersterwerb von Wohneigentum gewährt, wer bereits Wohnung oder Eigenheim besitzt, hat keinen Anspruch.
  • Nach derzeitigen Stand wird der Anspruch auf Baukindergeld voraussichtlich an das Kindergeld geknüpft.
  • Eine Einkommenshöchstgrenze von maximal 75.000 € zu versteuernde Haushaltseinkommen plus Freibetrag von 15.000 € je Kind beschränkt die Förderung.
  • Familien sollen das Eigenkapital von 20 bis 30 % des Kaufpreises selbst aufbringen.

Kritik an den Plänen

„Was wie eine gute Sache klingt, wird nicht von allen befürwortet. Einige Kritiker befürchten sogar, dass das Baukindergeld den Wohnraummangel zusätzlich verschärfen könnte. So wird von Kritikern erwartet, Es wird allerdings erwartet, dass die steigende Nachfrage dafür sorgen wird, dass die Immobilienpreise weiter nach oben klettern “ berichtet die Deutsche Handwerkszeitung. Nach Erwartung von Eigentümer- und Mieterbund werde die Baubranche ihre Preise ebenfalls an das zusätzliche Eigenkapital der Auftraggeber anpassen. „Es wäre nicht die erste staatliche Förderung dieser Art, die einen solchen Effekt zufolge hätte. Die Regierung förderte bereits zwischen 1996 und 2005 den Bau und Kauf von Wohneigentum. Eine Folge der sogenannten Eigenheimzulage war, dass die Grundstücks- und Baupreise stiegen“, so die Deutsche Handwerkszeitung.

Weiterlesen: „Kritik an den Plänen: Was spricht gegen das Baukindergeld?“ 

Aktuelle Fördermöglichkeiten für den Bau und Kauf von Wohneigentum lassen sich schnell und einfach über die kostenlose Fördergeld-Suche finden.

Foto: © S. Hofschläger - pixelio.de