Heizung „smart“ steuern und Energie sparen

Montag, Oktober 8, 2018

Energiesparende Technik zur Heizungsoptimierung wird mit 30 % Zuschuss vom Staat unterstützt

30 % BAFA Zuschuss zur Heizungsoptimierung für energiesparende Heiztechnikkomponenten

Die Heizkörper im Haus mit smarten Thermostaten auszurüsten, ist ein sinnvoller Schritt in Richtung energiesparendes Heizen.

Wer mit herkömmlichen Thermostaten sparsam heizen möchte, muss einiges beachten. Zum Beispiel die Heizkörper selbst in jedem Raum und bedarfsgerecht steuern, sie nachts herunter zu regeln oder vor dem Lüften zu schließen. Intelligente Technik nimmt diese Aufgaben ab. Programmierbare Thermostate etwa können so eingestellt werden, dass die Heizung zurückfährt, wenn die Bewohner außer Haus sind. Bei weniger regelmäßigen Tagesabläufen bieten sich Modelle an, die sich mit Smartphone oder Tablet flexibel steuern lassen. Viele vernetzte Thermostate können auf Wunsch auch die Standortinformation des Smartphones auslesen und schalten die Heizung ganz ohne Zutun rechtzeitig an oder aus. Sind Thermostate mit einem Fensterkontakt ausgestattet, erkennen sie, wenn gelüftet wird, und stoppen die Wärmezufuhr automatisch.

Aber nicht nur die Thermostate lassen sich intelligent steuern. Wird auch der Wärmeerzeuger – also zum Beispiel Gas-Heizkessel oder Wärmepumpe – mit dem Internet verbunden, kann der Fachhandwerker mögliche Störungen schneller erkennen und zum Teil gleich aus der Ferne beheben. Die Nutzung smarter Heiztechnik ist dabei nicht nur bequem, sie hilft, den Energieverbrauch im Haushalt maßgeblich zu reduzieren.

Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ, weist darauf hin, es ist wichtig, dass alle Komponenten der Heizungsanlage effizient arbeiten. „Die Optimierung einer Anlage durch den Fachhandwerker, etwa durch den Einbau moderner Heizungspumpen und den hydraulischen Abgleich, kann den Heizenergiebedarf um bis zu 20 % senken.“

30 % BAFA Zuschuss zur Heizungsoptimierung für energiesparende Heiztechnikkomponenten

Hausbesitzer, die den hydraulischen Abgleich mit dem Einbau von separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Benutzerinterfaces – also zum Beispiel per App steuerbare Thermostate – kombinieren, erhalten dafür noch bis 2020 einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 30 % auf die Nettokosten. Die Förderung gilt für Heizungen, die bereits seit mindestens 2 Jahren installiert sind. Sie muss vor Beginn der Maßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Nähere Informationen über Heizungsoptimierung und BAFA-Förderung gibt das Serviceportal www.intelligent-heizen.info.

Foto: Yeamake - Fotolia