Höhere Zuschüsse durch das Klimapaket

Freitag, April 17, 2020

Wie reagieren Hauseigentümer auf die höheren Zuschüsse zur Heizungsmodernisierung?

Hauseigentümer nutzen Förderungen des Klimapakets

Zum Jahresbeginn 2020 übernahm das BAFA die Mehrzahl der Heizungsförderungen im Marktanrreizprogramm. Nach ersten Zahlen der Fachzeitschrift Gebäudeenergieberater wurden im 1. Quartal 2020 über 46.000 Förderanträge eingereicht, das entspricht einer Steigerung um 150 %. Eine Umfrage des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) von Anfang März bestätigt das steigende Interesse: Das Klimapaket der Bundesregierung zeigt Wirkung. Drei Monate nach Inkrafttreten der neuen Förderbedingungen wollen Eigentümer vor allem im Heizungskeller modernisieren. 

Das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KANTAR im Auftrag des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zeigt: Fast jeder achte Hausbesitzer (13 %) in Deutschland plant innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Heizungstausch. Demnach stehen Umweltaspekte bei der Modernisierungsentscheidung im Vordergrund. Rund zwei von drei Eigentümern (63 %) möchten erneuerbare Energien nutzen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Für 18 % ist die Kostenersparnis entscheidend.

Wer sich über die Möglichkeiten einer Heizungsmodernisierung informieren möchte, tut dies am ehesten bei einem Heizungsfachbetrieb (86 %). Auch Ausstellungen sind eine gefragte Informationsquelle (42 %). Im Internet informieren sich 37 %, im Baumarkt 13 %.

 

Fossile Energieträger weiterhin im Trend

Ebenfalls bemerkenswert: Bei einer neuen Heizung haben Eigentümer fossilen Energieträgern noch lange nicht abgeschworen. Für nur 14 % ist die Unabhängigkeit von endlichen Gas- und Ölvorkommen ein entscheidender Aspekt. Die bevorzugte Heiztechnik mit erneuerbaren Energien ist demnach für mehr als ein Drittel (35 %) eine hybride Gasheizung mit Solarthermie. Zehn Prozent würden Solarthermie mit einer Ölheizung kombinieren. Mehr als jeder Vierte (27 %) nannte die Wärmepumpe auf Basis von Strom und Umweltwärme als bevorzugte Technik. Die Pelletheizung erreicht 14 %.

Die Umfrage zeigt: Neben den Umweltaspekten schauen Eigentümer bei der Modernisierungsentscheidung auch stark auf die Verfügbarkeit des Energieträgers am Gebäudestandort. Das erklärt die weiterhin hohe Akzeptanz für fossile Energieträger. Hinzu kommt: Biomasse-Heizungen oder Wärmepumpen ziehen meist wesentlich höhere Investitionskosten nach sich und sind auch aus technischen Gründen nicht immer realisierbar. Der Hybridheizung kommt deshalb in den nächsten Jahren eine besondere Rolle zu.

 Nach Einschätzung von rund 58 % der Hauseigentümer ist die eigene Heizung jedoch noch nicht alt genug für einen Austausch. Dies steht im Widerspruch zur Einschätzung von Experten: Die gehen davon aus, dass derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und in Kombination mit erneuerbaren Energien arbeitet. Für viele Eigentümer würde es sich also schon jetzt lohnen, die alte Heizung auszutauschen und von der Förderung des Klimapaketes zu profitieren.

Wer mehr erfahren möchten über das Klimapaket und die Fördermöglichkeiten, findet alle Informationen auf den Förderseiten von www.intelligent-heizen.info.

Den einfachsten Weg sich die Zuschüsse zu sichern, bietet der Förderservice.

Der prüft anhand des Heizungsangebotes, ob die geplante Heizung eine Förderung erhalten kann, übernimmt die Reservierung der Zuschüsse vor Heizungseinbau sowie nach Inbetriebnahme auch die Nachweisführung zur problemlosen Auszahlung der Fördergelder.

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Foto: intelligent-heizen.info Thilo Ross