KfW-Förderung für Hauseigentümer in 2020

Freitag, Januar 3, 2020

Energieeffizient Bauen und Sanieren - die Neuerungen im Überblick

KfW Energieeffizient Sanieren

Mit dem Klimapaket der Bundesregierung ändern sich auch die KfW-Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“. An die politischen Vorgaben angepasst werden insbesondere die förderfähigen Einzel­maßnahmen im Bereich Heizung und Lüftung sowie die Sanierung und der Neubau zum KfW-Effizienz­haus.

 

Energieeffizient Sanieren – Kredit (152) und Zuschuss (430)

Seit dem 1.1.2020 hat das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle) die Heizungsförderung für Einzelmaß­nahmen nahezu komplett übernommen.
Weiterhin von der KfW gefördert werden im Heizungsbereich Nah- und Fern­wärme sowie die Optimierung der Heizungs­anlage. Nicht mehr gefördert werden hingegen Öl-Brennwert-Heizungen, Gas-Brennwert-Heizungen und ergänzende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien als Einzelmaßnahme. Die Förderung für Maßnahmenpakete (Heizungspaket und Lüftungspaket) im Rahmen der APEE Zusatzförderung entfallen komplett.

Bei einer Sanierung zum KfW-Effizienz­haus werden mit Jahresbeginn 2020 Wärmeerzeuger auf Basis des Energie­trägers Öl (z. B. Öl-Brennwert­kessel, ölbetriebene BHKW) nicht mehr gefördert. Das heißt: Für die energetische Berechnung zum KfW-Effizienzhaus können nicht förderfähiger Wärme­erzeuger weiterhin berücksichtigt werden. Die Kosten können allerdings nicht mehr als förderfähige Kosten berücksichtigt werden.

 

Energieeffizient Bauen – Kredit (153)

Im Neubau werden mit Öl-beheizte Wohngebäude von der Förderung ausgeschlossen. Wer ein KfW-Effizienzhaus mit Öl-Heizung plant, kann dafür in 2020 keinen Förderkredit mit Tilgungszuschuss beantragen. Die Förderung im KfW-Wohneigentumsprogramm und das Baukindergeld bleiben als weitere Fördermöglichkeiten bestehen. Zudem werden Neubauprojekte von Ländern, Städten und Gemeinden gefördert. Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten gibt die kostenlose Förderauskunft.

 

Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167)

Mit dem Ergänzungskredit können Heizungs­anlagen finanziert werden, die die Förderbedingungen für Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm zur "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" des BAFA erfüllen. Der Ergänzungskredit kann zusätzlich zum BAFA-Zuschuss und zur Restfinanzierung der Heizanlage genutzt werden.
Kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und Öl werden allerdings seit Jahresbeginn 2020 nicht mehr gefördert. Ergänzend zum BAFA-Zuschuss fördert die KfW weiterhin Solarthermie-Anlagen, Biomasse-Anlagen (Pellet & Holzvergaser), Wärmepumpen und Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien.
Übrigens: Wer sanierten Wohnraum kauft, kann die Kosten der neuen Heizungs­anlage ebenfalls über den KfW-Ergänzungskredit finanzieren. Dazu müssen die Kosten für die Heizanlage gesondert ausgewiesen werden, z. B. im Kauf­vertrag.

 

Mit Ausnahme des Programms „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ konzentriert sich die KfW-Programme auf Maßnahmen an der Gebäudehülle (Wärmedämmung, Fenster und Türen) sowie auf den Neubau und die Modernisierung von energiesparenden KfW-Effizienzhäusern. Private Hauseigentümer können von direkten Zuschüssen profitieren. Die Förderkredite für Wohneigentum und auch für Mietwohnraum stellen eine gute Finanzierungsmöglichkeit dar. Staatlich vergünstigte Zinskonditionen und zusätzliche Tilgungszuschüsse erleichtern die Abzahlung.

Foto: Stephan Sperl - KfW