Landesprogramme für PV-Batteriespeicher

Donnerstag, April 9, 2020

PV-Batteriespeicher in Verbindung mit einer PV-Anlage werden in einigen Bundesländern bezuschusst

Förderung für PV-Speicher und PV-Anlage

Seit die KfW die bundesweite Förderung für PV-Batteriespeicher eingestellt hat, gilt es für Investitionswillige nach anderen Fördermöglichkeiten zu schauen. Und es lohnt sich, denn Landesprogramme, oder regionale Förderungen von der Stadt, der Gemeinde oder dem Energieversorger helfen dabei die Kosten für die eigene Produktion und Nutzung von Sonnenstrom zu stemmen.

Nordrhein-Westfalen

Im Landesprogramm progres.nrw „Markteinführung“ werden auch elektrische Batteriespeicher und das zum Betrieb erforderliche Batteriemanagementsystem gefördert und zwar in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage. Als Zuschuss gibt das Land NRW 200 € pro kWh Speicherkapazität dazu, vorausgesetzt, die Kapazität des Batteriespeichers in Kilowattstunden ist maximal doppelt so groß wie die installierte Leistung der neu errichteten PV-Anlage in Kilowatt-Peak. Den Förderantrag können Privatpersonen, freiberuflich Tätige und Unternehmen, vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen. Für jede Photovoltaikanlage und für jeden Standort ist ein Batteriespeichersystem förderfähig.
https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/progres_nrw_markteinfuehrung_breitenprogramm/04_batteriespeicher/index.php

 

Rheinland-Pfalz

Das Solar-Speicher-Programm in Rheinland Pfalz fördert Investitionen in einen festinstallierten Batteriespeicher, der in Verbindung mit einer neuen, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage errichtet wird. Heimspeicher in Privathaushalten werden mit 100 € pro kWh Speicherkapazität bezuschusst, maximal 1.000 € je Vorhaben, wenn die Kapazität des Speichers mindestens 5 kWh beträgt und gleichzeitig eine neue PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens 5 kWp installiert wird. Für Gemeindespeicher in kommunalen Liegenschaften beträgt der Zuschuss ebenfalls 100 € pro kWh Speicherkapazität, allerdings maximal 10.000,- € je Vorhaben. Die Kapazität eines Gemeindespeichers muss mindestens 10 kWh betragen, die neu installierte PV-Anlage mit mindestens 10 kWp Leistung ausgelegt sein.

Auch in Rheinland Pfalz, brauchen Antragsteller Geduld. ausdrucken, unterschreiben und an die Energieagentur Rheinland-Pfalz schicken müssen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird gebeten unabhängig von Web-Maske oder PDF darum gebeten, die unterschriebenen Anträge eingescannt per E-Mail zu versenden.
https://www.energieagentur.rlp.de/service-info/foerderinformationen/solar-speicher-programm/

 

Bayern

Mit dem PV-SpeicherBonus sollen Eigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern in Bayern dazu motiviert werden, einen Anteil ihrer Stromversorgung durch erneuerbaren Energien zu decken und so ihre Stromkosten zu reduzieren. "Durch eine intelligente Verknüpfung, z. B. mittels Smart-Meter-Gateway, haben Nutzer zukünftig die Möglichkeit, ihren Batteriespeicher in das öffentliche Stromnetz einzubinden, die Stabilität des Stromnetzes zu erhöhen und an einer regionalen Vermarktung teilzunehmen" heißt es im Programm weiter.
Die Förderung erfolgt gestaffelt, je nach Kapazität des neuen Batteriespeichers in kWh und Leistung der neuen PV-Anlage in kWp.  Ein Speichesystem mit 3,0 bis 3,9 kWh (Batteriespeicher) und ≥ 3,0 kWp (PV-Anlage) wir mit 500 € Zuschuss gefördert,  ein größeres System mit 10,0 bis 10,9 kWh (Batteriespeicher) und ≥ 10,0 kWp (PV-Anlage) mit 1.200 €. Ist eine Ladestation für ein Elektrofahrzeug Teil der geplanten Anlage, gibt es 200 €Zuschuss obendrauf.

Aufgrund der Corona-Soforthilfen für gefährdete Betriebe durch alle Kräfte der bayerischen Bewilligungsstellen, kommt es im PV-SpeicherBonus momentan bei Bescheiden und Auszahlungen zu  Verzögerungen. 
Die Bearbeitung von Anträgen im 10.000-Häuser-Programm wurde vorübergehend ausgesetzt. Eingereichte Anträge behalten aber ihre Gültigkeit..
https://www.energieatlas.bayern.de/buerger/10000_haeuser_programm/pvspeicher.html

 

Thüringen

Thüringen fördert im Landesprogramm Stromspeicher mit/ohne Ladestation Stromspeicher (einschließlich Quartiersspeicher und Nachrüstsätze) und Kombinationen eines PV-Speichers mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Für konventionelle Stromspeicher beträgt der Zuschuss-Sockelbetrag 1.000 € plus zusätzliche 200 € pro kWh Nutzkapazität als Leistungsbetrag, insgesamt maximal 40.000 €. Für AC Ladepunkte wird ein Zuschuss von 400 € je Ladepunkt gewährt, für DC Ladepunkte 1.500,- € je Ladepunkt.
https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-m%C3%B6chten-ein-haus-bauen-kaufen-oder-modernisieren/stromspeicher-mit-ohne-ladestation.jsp

 

Sachsen

Momentan gilt wegen Corona ein Antragsstopp, doch mit der Neuauflage der Landesförderung „Solar Invest“ in 2020 stellt Thüringen weiterhin Zuschüsse für die Installation von Photovoltaik-Dachanlagen in Kombination mit PV-Speichern in Aussicht. Zudem werden Mieterwärmemodelle und Hausanschlussstationen neu ins Programm aufgenommen. Das Ministerium stellt für 2020 insgesamt 4,45 Millionen Euro bereit und beteiligt sich damit direkt an Vorhaben zur Erhöhung von Eigenstromverbrauch und solarem Deckungsanteil sowie der Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien im Wärmebereich. 
Bezuschusst werden Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kWp und einem Batteriespeicher mit 900 € pro kWp installierter Leistung als Festbetrag.
PV-Batteriespeichersysteme zur Nutzung von mindestens 60 % als Eigenstromverbrauch werden mit einem Zuschuss von 300 € je kWh elektrischer Speicherleistung als Festbetrag je Einzelanlage gefördert.
https://umwelt.thueringen.de/ministerium/unsere-foerderprogramme/solar-invest/

 

Die PV-Zuschuss-Programme in Brandenburg, Baden-Württemberg und im Saarland können derzeit nicht beantragt werden. Viele Landesbanken bieten allerdings die zinsgünstige Finanzierung der Investition über Förderdarlehen an. Das für Sie passende PV-Speicherprogramm finden sie über die kostenlose Förderabfrage unter Erneuerbare Energien / Photovoltaik. https://foerderdata.de/foerdermittel-suche

Foto: K. Wernicke