Steuerliche Förderung der Gebäudesanierung

Mittwoch, Dezember 4, 2019

Vermittlungsausschuss zum Steuerbonus für die energetische Gebäudesanierung

Steuerbonus im Vermittlungsausschuss

Das Klimaschutzgesetz der Regierung wurde vom Bundesrat vorerst gestoppt. Einige der geplanten steuerrechtlichen Änderungen, darunter vor allem der Steuerbonus für die energetische Gebäudesanierung müssen in den Vermittlungsausschuss.

Der Gesetzentwurf "zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht" wurde im Bundestag zwar mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD und gegen das Votum der Opposition beschlossen. Doch die steuerlichen Anreize zur klimafreundlichen Gebäudesanierung brauchen auch die Zustimmung der Länder. Die haben im Bundesrat einstimmig die Einführung einer steuerlichen Förderung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum vorerst gestoppt. Strittig war die Verteilung der Kosten zwischen Bund und Ländern. Im Vermittlungsausschuss werden Bundestag und Bundesrat die steuerliche Förderung nun nachverhandeln.

Der strittige Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz - als Alternative zu den bisherigen Kredit- und Zuschussprogrammen – auch steuerlich gefördert werden: Die Kosten für eine Heizungsmodernisierung, für neue Wärmeschutzfenster, oder für die Dämmung von Dach-, Keller bzw. Außenwänden sollen mit bis zu 20 Prozent über drei Jahre bei der Steuererklärung in Abzug gebracht werden können. Davon sollen Hauseigentümer in um selbstgenutztem Wohneigentum profitieren, wenn ihre Immobilie älter als zehn Jahre ist. Um die mögliche Gesamtförderung von 40.000 Euro auszuschöpfen, wären neben der Steuerschuld Investitionen in Höhe von 200.000 € erforderlich.

Foto: Tony Hegewald - pixelio.de