Thüringen baut Programm „Solar Invest“ aus

Donnerstag, Januar 30, 2020

Zuschüsse für Photovoltaik und PV-Speicher

Förderung für Photovoltauk
Mit der Neuauflage der Landesförderung in 2020 zahlt Thüringen weiterhin Zuschüsse für die Installation von Photovoltaik-Dachanlagen in Kombination mit PV-Speichern in Aussicht. Zudem werden Mieterwärmemodelle und Hausanschlussstationen neu ins Programm aus. Das Ministerium stellt für 2020 insgesamt 4,45 Millionen Euro bereit und beteiligt sich damit direkt an Vorhaben zur Erhöhung von Eigenstromverbrauch und solarem Deckungsanteil sowie der Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien im Wärmebereich.
 
Die neue Richtlinie ist bereits in Kraft getreten. Aus steht noch die Veröffentlichung der Durchführungsbestimmungen zur Richtlinie mit allen weiteren Informationen für die Antragstellung. 
 

Diese Investitionen werden bezuschusst:

  • Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kWp die dem Eigenverbrauch zusammen mit einem Batteriespeicher
    Zuschuss von 900 € pro kWp installierter Leistung als Festbetrag
  • Batteriespeichersysteme, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen, wenn der Strom mindestens zu 60 % selbst verbraucht wird 
    Zuschuss von 300 € je kWh elektrischer Speicherleistung als Festbetrag je Einzelanlage 
  • sonstige Speicher (z. B. Warmwasserspeicher, Kältespeicher, Latentwärmespeicher, Thermobatterien)
    Zuschuss von 250 € pro m³ Wasseräquivalent als Festbetrag je Einzelanlage
  • Realisierung von Mieterstrom- und Mieterwärmemodellen, insbesondere in (automatisierte) Steuer-, Mess- Kontroll- und Abrechnungssysteme, ausgenommen Erzeugungsanlagen 
    Zuschuss von bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben - maximal 100.000 € je Vorhaben
  •  Investitionen in Hausanschlussstationen in neu zu errichtenden sowie in bestehenden Netzen mit einem Mindestanteil von 20 % erneuerbaren Energien, die zur Erhöhung der Effizienz verdichtet werden sollen 
    Zuschuss von bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben - maximal 100.000 € je Vorhaben

Zuschuss für Beratung und Machbarkeitsstudien 

Gefördert werden zudem auch Beratungsleistungen zum Thema Mieterstrom und Mieterwärme sowie zur Ausschreibung nach EEG für Bürgerenergiegesellschaften. Beratungsleistungen und Machbarkeitsstudien werden zur Erstellung und Umsetzung eines Wärmenetzprojektes oder zur zukunftsfähigen Ausrichtung von Bioenergieanlagen bezuschusst. Die Förderung beträgt hier ebenfalls bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 100.000 € je Vorhaben.
 

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Nutzen können die Förderung neben Privatpersonen und allen natürliche Personen auch Unternehmen, kleine und mittlere Unternehmen KMU), Landwirtschaftliche Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, Bürgerenergiegesellschaften, Vereine, gemeinnützige Gesellschaften, Stiftungen, Kommunen und Zweckverbände aber auch kommunale Unternehmen und Bürgerenergiegesellschaften, wenn sie Vorhabensträger sind.
Die Förderung muss vor Vorhabensbeginn bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) beantragt werden. Ein Vorhaben gilt bereits ist begonnen, wenn dafür entsprechende Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen worden sind.
 
Das Thüringer Förderprogramm „Solar Invest“ wurde erstmals im Oktober 2016 aufgelegt. Seither wurden über 1.200 Förderanträge gestellt und Zuschüsse in Höhe von insgesamt mehr als 12,2 Mio. € beantragt. Davon sind 838 Anträge mit knapp 7,1 Mio. € bewilligt worden. Bereits umgesetzt sind dem Ministerium zufolge 630 der Vorhaben. 
Foto: Klaus Uwe Gerhardt - pixelio.de