Die Wärmepumpe ist das beliebteste Heizsystem im Wohnungsneubau

Mittwoch, Juni 17, 2020

Wärmepumpe mit 35-45 % Zuschuss vom Staat

Wärmepumpe ist beliebtestes Heizsystem

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 119.457 Wohngebäude genehmigt. Davon werden 54.768 Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet. 8.744 Gebäude (7,3 Prozent) nutzen dabei Erdwärme, während 46.024 Gebäude (38,5 Prozent) andere Umweltwärme, aus Wasser und vor allem Luft, zum Heizen nutzbar machen. Wie schon im Vorjahr ist die Wärmepumpe damit mit einem Anteil von 45,8 Prozent das beliebteste Heizsystem im Neubau und lässt Gasheizungen mit einem Anteil von rund 38,7 Prozent hinter sich.

Ebenso erreicht die Wärmepumpe in der Gesamtbetrachtung aller genehmigten Gebäude wieder den ersten Platz:  Von den 2019 genehmigten 146.493 Wohn- und Nichtwohngebäuden werden 57.922 mit Wärmepumpen beheizt, dies entspricht einem Anteil von 39,5 Prozent. Zum Vergleich: 52.159 Gebäude nutzen Gasheizungen (35,6 Prozent). 

Wärmewende im Heizungskeller

„Es ist erfreulich und wichtig, dass sich der Trend im Neubau kontinuierlich in Richtung erneuerbarer Heizungssysteme entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei die staatlichen Anreizprogramme für energieeffizientes Bauen“, so Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe. Die für 2020 erhöhte staatliche Förderung zur Heizungsmodernisierung bietet einen willkommenen Anreiz für Investitionen in den Heizungskellern. Das BAFA fördert den Einbau einer Wärmepumpe mit einem Zuschuss von 35 % der förderfähigen Kosten, beim Tausch eines alten Ölkessels sogar mit bis zu 45 %, das entspricht bis zu 22.500 Euro Zuschuss je Wohneinheit.
Seitdem die Förderanreize im novellierten Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien (MAP) im Januar 2020 deutlich verstärkt wurden, sind die Investitionen in klimafreundliche Heizungen stark gestiegen: Im ersten Quartal 2020 wurden bereits 47.500 Förderanträge für Wärmepumpen, Biomasse-Heizungen und Solarthermieanlagen gestellt. Dies entspricht einer Steigerung von über 150% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere die neu eingeführte Austauschprämie für Ölheizungen wird stark nachgefragt und fast bei der Hälfte der gestellten Anträge mitbeantragt.

Hilfe beim Förderantrag gibt es im Förderservice

Versierte Fördergeldberater prüfen vorliegende Angebote auf Einhalten der Förderkriterien und beantragen die staatlichen Fördergelder vor Auftragsvergabe und vor Heizungseinbau. Der Förderservice beinhaltet auch die erforderliche Nachweisführungzum Abruf der Fördergelder nach Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung. 

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Foto: Bundesverbands Wärmepumpe - bwp