Osterpaket kann nur der Anfang sein

Dienstag, Mai 10, 2022

Mutige Ansätze und attraktive Anreize für Energieeffizienz und Energieeinsparung

Fördergelder für Energieeffizienz und Energieeinsparung

Anfang April hat Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck sein Osterpaket vorgestellt, eine Vielzahl von Maßnahmen, welche den Ausbau erneuerbarer Energien und damit den Klimaschutz fördern sollen. Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. begrüßt diese Initiative, sieht aber gleichzeitig noch erheblichen Ergänzungsbedarf.

„Es ist gut, dass sich nach Jahren der Stagnation oder gar des Rückschritts beim Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere bei Windkraftanlagen – jetzt etwas tut.“
„Damit setzt die Ampelkoalition Signale in die richtige Richtung. Der Ukraine-Krieg erhöht die Dringlichkeit dieses Ausbaus deutlich." sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. „Es geht jetzt um Klimaschutz und gleichzeitig um sinkende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Russland.“

Dannecker betont gleichzeitig, dass genauso Maßnahmen zu erhöhter Energieeffizienz und Einsparungen dringend nötig seien:
„Man kann Minister Habeck nur zustimmen, wenn er die Bundesbürger auffordert, auf viele denkbare Arten Energie zu sparen, sei es beim Heizen oder im Verkehr. Allerdings vermissen wir gerade in Bezug auf diese beiden Sektoren im Osterpaket mutige Ansätze und attraktive Anreize. Besonders bei den Bestandsgebäuden wartet nämlich ein großes Potential klimarelevanter Maßnahmen darauf, aktiviert und genutzt zu werden.“

Dazu gehöre laut Dannecker neben Maßnahmen zur Wärmedämmung und damit zur Einsparung an Heizenergie die Erzeugung von Solarstrom.
„Dachflächen auf weiteren Hundertausenden von Gebäuden ließen sich zur umweltfreundlichen und dezentralen Stromerzeugung verwenden. Leider bremsen hohe bürokratische Hürden und insbesondere die steuerliche Komplexität so manchen motivierten Bauherren aus.“

Der DEN-Vorsitzende findet es bedauerlich, dass das Osterpaket nicht mit radikalen Vereinfachungen aufwartet.
Dannecker: „Besonders ältere Hausbesitzer schauen weniger auf den wirtschaftlichen Nutzen einer Photovoltaikanlage. Dazu sind die Amortisationszeiten zu lang. Sie wollen vielmehr etwas tun für ihre Kinder und Enkel und für den Klimaschutz. Geld ist oftmals genügend vorhanden. Nur hält der Dschungel von Vorschriften und Steuerarten so manchen von einer solchen Investition ab.

Zur gesamten Pressemitteilung des DEN e.V.

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